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NEWS

Die News listen die aktuellen Ereignisse als Kurznachrichten chronologisch auf.

Die Abwasserinfrastruktur im Kosovo ist in einem schlechten Zustand. Abwasser aus Siedlungsgebieten gelangt meist ungereinigt in die Oberflächengewässer. Während flächendeckende Kanalisationssysteme zur Abwasserableitung in städtischen Gebieten weitgehend vorhanden sind, mangelt es im Land an kommunalen und industriellen Kläranlagen. Das Programm »Abwasserentsorgung Süd-West Kosovo IV« soll die Abwasserentsorgung und -reinigung in mehreren Städten verbessern, vor allem im Hinblick auf nachhaltigen Schutz der natürlichen Wasserressourcen und Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung. Das Programm sieht für die Stadt Peja umfangreiche Maßnahmen zur Abwasserentsorgung vor, finanziert durch die KfW, das SECO und durch lokale Eigenmittel der Stadtverwaltung sowie der Republik Kosovo. Die gesamten Baukosten der Maßnahmen in der Stadt Peja betragen 17 Mio. €. Sie umfassen den Bau eines Hauptsammlers zum Transport der Abwässer zum 6 km entfernten Kläranlagenstandort, eines weiteren Sammlers zum Anschluss der südlichen Stadtgebiete, von Regenüberläufen und einer vollbiologischen Kläranlage. Ein anaerob-mesophiler Faulbehälter stabilisiert anfallenden Klärschlamm; die Eigenstromversorgung erfolgt über mehrere BHKWs mit Klärgas. Mit einer geplanten Kläranlagenkapazität von 81.000 Einwohnerwerten zählt sie zu den ersten Kläranlagen im Kosovo. Neben der häuslichen Abwasserreinigung ist der Anschluss einer überregionalen Brauerei geplant. Der städtische Entsorgungsbetrieb RWC HIDRODRINI JSC beauftragte DAHLEM mit der Planung, funktionalen Ausschreibung und Bauüberwachung der Kläranlage sowie der Transportsammler.

Eine zukunftsgerechte Überflutungsvorsorge ist weltweit ein großes Thema. Wie das geht, davon wollten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chinesisch-Deutschen Wasser Netzwerks SIGN aktuell vor Ort in Deutschland überzeugen. Dipl.-Ing Holger Ackermann, Mitarbeiter bei DAHLEM in Essen und Mitglied des Forschungsvorhabens führte die chinesische Delegation an verschiedene Standorte wie z. B. das ThyssenKrupp-Gelände, das Pumpwerk Oberhausen und das Holtener Feld, die von DAHLEM in erster Linie unter regenwasserwirtschaftlichen Aspekten geplant und baulich begleitet wurden. Im Rahmen eines Teilprojektes zur Handlungsempfehlung „Urban Water Management for Future Cities“ entwickelte DAHLEM gemeinsam mit dem Chinesisch-Deutschen Wasser Netzwerk SIGN ein lokal anwendbares Handlungsschema für eine zukunftsgerechte Überflutungsvorsorge in China.

Nach 26 Jahren Betriebszeit wurde auf dem Klärwerk Düsseldorf-Süd einer der zwei parallel beschickten Scheibentrockner der Schlammtrocknungsanlage gegen eine neuen ausgetauscht. Um die Anlagen konstant verfügbar zu halten, erfolgte bereits 2005 der Austausch des anderen Rotors. Vor dem Austausch des zweiten Rotors zeigte eine Studie, dass die Volltrocknung der Schlämme mittels neuen Scheibentrockners die günstigsten Betriebskosten darstellte. Mit einer Rohrlänge von 8,6 Metern und einer Heizfläche von 400 m² erbringt der neue Scheibentrockner 2, teilweise aus Edelstahl, eine Durchsatzleistung von 5,2 Tonnen pro Stunde. Da das bisherige Anlagenteil nicht mehr wirtschaftlich zu überholen war, erfolgte im März 2019 der Rotoraustausch. Für den Austausch des Scheibentrockners erbringt DAHLEM die Planung der technischen Ausrüstung von der Grundlagenermittlung bis zur Vergabe einschließlich der Bauüberwachung.

Wie massiv die Schäden durch Starkregen sein können, haben viel Kommunen in den vergangen Jahren erfahren müssen. Die zielgerichtete Überflutungsvorsorge gegenüber seltenen Starkregen und Sturzfluten rückt vor diesem Hintergrund immer stärker in den Fokus. Sie stellt eine große Herausforderung für die Kommunen dar und ist eng verknüpft mit der kommunalen Anpassung an den Klimwandel. Die Etablierung und Umsetzung eines koordinierten Starkregenrisikomanegements ist zum einen eine neue Aufgabe. Zum anderen erhöht eine über die verschiedenen Fachressorts koordinierte Überflutungsvorsorge die Komplexität von Planungs- und Verwaltungsvorgängen und wirft bislang ungeklärte Fragen auf. Wie die Überflutungsvorsorge im Ressortverbund innerhalb einer Kommune gelingen kann, wurde im Rahmen des Projektes „Kommunale Überflutungsvorsorge – Planer im Dialog“ des Deutschen Instituts für Urbanistik (DIfU) in Zusammenarbeit mit DAHLEM und zahlreichen Fachleuten aus den verschiedenen Verwaltungsressorts von 15 deutschen Städten beleuchtet. Das Projekt wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) über zwei Jahren gefördert. Die Besonderheit des Projektes liegt darin, dass die Kommunen jeweils mit den betroffenenen Ressort vertreten waren (Stadtplanung, Umwelt, Grünflächen, Straßen, Stadtentwässerung, Katastrophenschutz). In acht Tageswerkstätten wurde an Fallbeispielen erarbeitet, wo typische Hemmnisse und Probleme, aber auch Lösungsmöglichkeiten und Erfolgsfaktoren liegen. Aus den praktischen Erfahrungen der Kommunen wurden Empfehlungen und Lösungsansätze zur Verwaltungsarbeit innerhalb einer Kommune in einer Broschüre zusammengefasst. Sie dient als Hilfestellung für Kommunen, die stärker in die Starkregenvorsorge einsteigen wollen und beantwortet Fragen (FAQ) zu den Themenfeldern Organisation, Recht, Finanzierung, Planung/Umsetzung sowie Betrieb/Unterhaltung.

Broschüre als Download:
Kommunale Überflutungsvorsorge - Planer im Dialog (4,5 MB)

Das Video der Emschergenossenschaft zeigt den Baufortschritt des Kanals

Er ist fast fertiggestellt: Der 51 Kilometer lange und gigantische Abwasserkanal Emscher des neuen Entwässerungssystems der Emschergenossenschaft zwischen der Kläranlage Dortmund-Deusen und dem Klärwerk Emschermündung im Städtedreieck Dinslaken-Oberhausen-Duisburg. Das letzte Teilstück des Kanals liegt neben dem Landschaftsbauwerk des neuen Emscherdeiches im Holtener Bruch in Oberhausen. Nach fast neun Jahren ist der Abwasserkanal damit fast fertig gebaut. Es fehlen nur noch die letzten drei Kilometer vom Abwasserkanal bis zur letzten Kläranlage vor dem Rhein. Der Kanal wird als Doppelrahmprofil in offener Bauweise und z.T. im Bogen verlegt. Der Bau des Abwasserkanals Emscher ist von Dortmund bis Oberhausen-Biefang bereits abgeschlossen. Im September 2018 wurde er bis Bottrop Stück für Stück geflutet. Eine vollständige Inbetriebnahme ist für 2020 vorgesehen. Für das Projekt werden alle Leistungen der Objekt- und Fachplanungen erbracht.

Die Anpassung an den Klimawandel bedeutet für die Städte und insbesondere für die Metropolregionen weltweit eine große Herausforderung. Die Vermeidung von Schäden durch Sturzfluten ist dabei ein wichtiger Aspekt. Gefordert ist ein integrales Starkregenrisikomanagement, das planerische, technische und administrative Maßnahmen umfasst und vorläufige Überflutungsrisikoanalysen beinhaltet. Die Handlungsempfehlung beschreibt die Hauptkomponenten des Risikomanagementansatzes, der sich in Europa mittlerweile als wirksam erwiesen hat. Die Empfehlungen sind weltweit übertragbar unter Berücksichtigung der regionstypischen Randbedingungen. Im Rahmen eines Teilprojektes zur Handlungsempfehlung „Urban Water Management for Future Cities“ entwickelte DAHLEM gemeinsam mit dem Chinesisch-Deutschen Wasser Netzwerk SIGN ein lokal anwendbares Handlungsschema für eine zukunftsgerechte Überflutungsvorsorge in China.