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NEWS

Die News listen die aktuellen Ereignisse als Kurznachrichten chronologisch auf.

2017 begann die Planung für den Bau der vollbiologischen Kläranlage Peja im Kosovo. Nach numehr 2,5 Jahren Bauzeit ist die Anlage in Betrieb genommen worden. Mit einer Kläranlagenkapazität von 81.000 Einwohnerwerten zählt sie zu den ersten Kläranlagen im Kosovo. Ein anaerob-mesophiler Faulbehälter stabilisiert anfallenden Klärschlamm und die Eigenstromversorgung erfolgt über mehrere BHKWs mit Klärgas. Neben der häuslichen Abwasserreinigung ist der Anschluss einer überregionalen Brauerei geplant. Die Kläranlage Peja zählt zu den ersten Schritten, die Abwasserinfrastruktur im Kosovo zu verbessern. Abwasser aus Siedlungsgebieten gelangt meist ungereinigt in die Oberflächengewässer. Während flächendeckende Kanalisationssysteme zur Abwasserableitung in städtischen Gebieten weitgehend vorhanden sind, mangelt es im Land an kommunalen und industriellen Kläranlagen. Das Programm »Abwasserentsorgung Süd-West Kosovo IV« soll die Abwasserentsorgung und -reinigung in mehreren Städten verbessern, vor allem im Hinblick auf nachhaltigen Schutz der natürlichen Wasserressourcen und Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung. Das Programm sieht für die Stadt Peja umfangreiche Maßnahmen zur Abwasserentsorgung vor, finanziert durch die KfW, das SECO und durch lokale Eigenmittel der Stadtverwaltung sowie der Republik Kosovo. Die gesamten Baukosten der Maßnahmen in der Stadt Peja betragen rund 20 Mio. €. Sie umfassen den Bau eines Hauptsammlers zum Transport der Abwässer zum 6 km entfernten Kläranlagenstandort, eines weiteren Sammlers zum Anschluss der südlichen Stadtgebiete, von Regenüberläufen und einer vollbiologischen Kläranlage. Der städtische Entsorgungsbetrieb RWC HIDRODRINI JSC beauftragte DAHLEM mit der Planung, funktionalen Ausschreibung und Bauüberwachung der Kläranlage sowie der Transportsammler.

Das Rhein-Main-Gebiet boomt und mit der Zunahme der Bevölkerung steigt auch der Bedarf an Trinkwasser. Es ist der zweite trockene Sommer in Folge. Die nötige Wassermenge ist aber nicht das Problem, sondern ihre Verteilung, sagen die Experten des Unternehmens Hessenwasser. Das Unternehmen beabsichtigt, eine reduntante Trinkwassertransportleitung westlich von Darmstadt zu errichten. Die Länge der geplanten Stahlleitung mit einem Durchmesser DN 1000 wird rd. 17,4 km von Riedstadt-Wolfskehlen nach Gernsheim-Allmendfeld (Wasserwerk) betragen. Dies beinhaltet auch einen Anschluss des Wasserwerks Eschollbrücken und eine dort neu zu errichtende Druckerhöhungsanlage. Die Trasse liegt teilweise in Trinkwasserschutzgebieten, durchquert u. a. ein Natura 2000-Gebiet und befindet sich oftmals in Bereichen hoher Grundwasserstände. Hessenwasser wird für die Genehmigung der Trinkwassertransportleitung beim Regierungspräsidium Darmstadt ein Planfeststellungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung beantragen. DAHLEM erbringt in einer Arbeitsgemeinschaft die technischen Ingenieurleistungen für die Planung der Baumaßnahme (Entwurfs-, Genehmigungs-und Ausführungsplanung sowie Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe).

Mit einer ganzheitlichen Optimierung ist es in der Kläranlage Aachen-Soers gelungen, den enormen Energiebedarf der Belebung um rund 55 Prozent zu senken. Zusammen mit DAHLEM plante der Wasserverband Eifel Rur die Modernisierung der Sauerstoffversorgung der Belebungsbecken. Anfang des Jahres erfolgte die Umsetzung der Planung und Mitte des Jahres die Inbetriebnahme der Gebläsestation. Die RWTH Aachen begleitet das Projekt wissenschaftlich. DAHLEM unterstützte die verfahrenstechnische Auslegung, die in einer 3D-Planung modelliert wurde und begleitete das Vergabeverfahren. Der beiliegenden Artikel zum Projekt informiert ausführlich über die Modernisierung der Anlage. Die Kläranlage wird auch als bundesweiter Vorzeigebetrieb bezeichnet.
Artikel, Zeitschrift „Wasser & Abwasser Technik“, Juli 2019 

Viel Begeisterung gab es bei einer ungewöhnlichen Planungsbesprechung zur Erweiterung der Kläranlage Kleve-Salmorth, die als Thermokompaktanlage demnächst an den Start gehen soll: Betriebsleiter Michael Offenberg und sein Team von den Umweltbetrieben der Stadt Kleve konnten schon vor Baubeginn erleben, wie sich der Aufenthalt in den neuen Gebäuden der Kläranlage anfühlte. Ist genug Abstand zwischen den Anlagenteilen? Kann man sich gut dazwischen bewegen? Fehlen noch irgendwelche Komponenten? u.s.w. Torsten Wach, verantwortlich für die Projektkoordination, führte mit einer VR-Brille durch das Gebäudemodell, das direkt auf eine Leinwand projeziert wurde. Kollisionen verschiedener Gewerke können frühzeitig erkannt und behoben werden. Zudem kann das Betriebspersonal Arbeitsbedingungen frühzeitig einschätzen und sich mit dem neuen Arbeitsplatz vertraut machen. Die Kläranlage Kleve-Salmorth gilt als Leuchtturmprojekt innovativer Klärschlammbehandlung und kommt der neuen Klärschlammverordnung von Kläranlagen nach, in Zukunft Phosphor aus kommunalen Klärschlämmen zurückzugewinnen. Damit soll langfristig die Versorgung mit diesem für alle Organismen zentralen Nährstoff gesichert werden. DAHLEM erbringt die Planung von der Grundlagenermittlung bis zur Vergabe einschließlich der Bauüberwachung.