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NEWS

Die News listen die aktuellen Ereignisse als Kurznachrichten chronologisch auf.

An der Chausseestraße in Berlin-Mitte hat der Bau eines rund 17.000 m3 großen, unterirdischen Regenüberlaufbeckens begonnen, das DAHLEM im Auftrag der Berliner Wasserbetriebe plant. Das Becken soll bei Starkregen das Regenwasser zwischenspeichern, um die Kanalisation und Spree nachhaltig zu entlasten. Es gehört zum großen Stauraumprogramm Berlins und „verschwindet“ komplett unter dem Platz am Ufer der Süd-Panke. Neben dem architektonisch an das benachbarte Abwasserpumpwerk angepasste Betriebsgebäude, ragt einzig ein markanter stählerner Kamin 30 Meter hoch aus dem Boden. Wird das Becken innerhalb von 30 Minuten durch Starkregen vollständig geflutet, entweicht die Abluft durch diesen Kamin hoch über den Dächern von Berlin. Aktuell wird auf dem Bauplatz in unmittelbarer Nachbarschaft zur Zentrale des Bundesnachrichtendienstes eine kreisförmige Schlitzwand-Doppelbaugrube mit einer Tiefe von rund 30 Metern errichtet. Die Fertigstellung des Regenüberlaufbeckens einschließlich Betriebsgebäudes ist für 2026 vorgesehen.

Das Rhein-Main-Gebiet boomt und mit der Zunahme der Bevölkerung steigt auch der Bedarf an Trinkwasser. Es ist der zweite trockene Sommer in Folge. Die nötige Wassermenge ist aber nicht das Problem, sondern ihre Verteilung, sagen die Experten des Unternehmens Hessenwasser. Das Unternehmen beabsichtigt, eine reduntante Trinkwassertransportleitung westlich von Darmstadt zu errichten. Die Länge der geplanten Stahlleitung mit einem Durchmesser DN 1000 wird rd. 17,4 km von Riedstadt-Wolfskehlen nach Gernsheim-Allmendfeld (Wasserwerk) betragen. Dies beinhaltet auch einen Anschluss des Wasserwerks Eschollbrücken und eine dort neu zu errichtende Druckerhöhungsanlage. Die Trasse liegt teilweise in Trinkwasserschutzgebieten, durchquert u. a. ein Natura 2000-Gebiet und befindet sich oftmals in Bereichen hoher Grundwasserstände. Hessenwasser wird für die Genehmigung der Trinkwassertransportleitung beim Regierungspräsidium Darmstadt ein Planfeststellungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung beantragen. DAHLEM erbringt in einer Arbeitsgemeinschaft die technischen Ingenieurleistungen für die Planung der Baumaßnahme (Entwurfs-, Genehmigungs-und Ausführungsplanung sowie Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe).

Mit einer ganzheitlichen Optimierung ist es in der Kläranlage Aachen-Soers gelungen, den enormen Energiebedarf der Belebung um rund 55 Prozent zu senken. Zusammen mit DAHLEM plante der Wasserverband Eifel Rur die Modernisierung der Sauerstoffversorgung der Belebungsbecken. Anfang des Jahres erfolgte die Umsetzung der Planung und Mitte des Jahres die Inbetriebnahme der Gebläsestation. Die RWTH Aachen begleitet das Projekt wissenschaftlich. DAHLEM unterstützte die verfahrenstechnische Auslegung, die in einer 3D-Planung modelliert wurde und begleitete das Vergabeverfahren. Der beiliegenden Artikel zum Projekt informiert ausführlich über die Modernisierung der Anlage. Die Kläranlage wird auch als bundesweiter Vorzeigebetrieb bezeichnet.
Artikel, Zeitschrift „Wasser & Abwasser Technik“, Juli 2019 

Viel Begeisterung gab es bei einer ungewöhnlichen Planungsbesprechung zur Erweiterung der Kläranlage Kleve-Salmorth, die als Thermokompaktanlage demnächst an den Start gehen soll: Betriebsleiter Michael Offenberg und sein Team von den Umweltbetrieben der Stadt Kleve konnten schon vor Baubeginn erleben, wie sich der Aufenthalt in den neuen Gebäuden der Kläranlage anfühlte. Ist genug Abstand zwischen den Anlagenteilen? Kann man sich gut dazwischen bewegen? Fehlen noch irgendwelche Komponenten? u.s.w. Torsten Wach, verantwortlich für die Projektkoordination, führte mit einer VR-Brille durch das Gebäudemodell, das direkt auf eine Leinwand projeziert wurde. Kollisionen verschiedener Gewerke können frühzeitig erkannt und behoben werden. Zudem kann das Betriebspersonal Arbeitsbedingungen frühzeitig einschätzen und sich mit dem neuen Arbeitsplatz vertraut machen. Die Kläranlage Kleve-Salmorth gilt als Leuchtturmprojekt innovativer Klärschlammbehandlung und kommt der neuen Klärschlammverordnung von Kläranlagen nach, in Zukunft Phosphor aus kommunalen Klärschlämmen zurückzugewinnen. Damit soll langfristig die Versorgung mit diesem für alle Organismen zentralen Nährstoff gesichert werden. DAHLEM erbringt die Planung von der Grundlagenermittlung bis zur Vergabe einschließlich der Bauüberwachung.