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Die News listen die aktuellen Ereignisse als Kurznachrichten chronologisch auf.

Nach 40 Jahren Betriebszeit wurde auf dem Klärwerk Düsseldorf-Süd der alte Rundsandfang mit Rundräumer gegen eine neue Sandfanganlage mit zwei Längsräumern aus Edelstahl ersetzt. Die neuen Räumer mit einem Gewicht von je 4,5 Tonnen und einer Spannweite von 13 Metern fahren über zwei parallel angeordnete Sandfangbecken. Im Januar 2017 begannen die Abbrucharbeiten der Altanlage, da die bisherigen Anlagenteile nicht mehr wirtschaftlich zu überholen waren. Die Sanierung und Erneuerung der mechanischen Reinigungsstufe erfolgt unter Aufrechterhaltung des Kläranlagenbetriebs. DAHLEM erbringt die Objekt- und Fachplanung (Bautechnik, Tragwerksplanung, Technische Ausrüstung) bis zur Bauüberwachung.

Nach 26 Jahren Betriebszeit wurde auf dem Klärwerk Düsseldorf-Süd einer der zwei parallel beschickten Scheibentrockner der Schlammtrocknungsanlage gegen eine neuen ausgetauscht. Um die Anlagen konstant verfügbar zu halten, erfolgte bereits 2005 der Austausch des anderen Rotors. Vor dem Austausch des zweiten Rotors zeigte eine Studie, dass die Volltrocknung der Schlämme mittels neuen Scheibentrockners die günstigsten Betriebskosten darstellte. Mit einer Rohrlänge von 8,6 Metern und einer Heizfläche von 400 m² erbringt der neue Scheibentrockner 2, teilweise aus Edelstahl, eine Durchsatzleistung von 5,2 Tonnen pro Stunde. Da das bisherige Anlagenteil nicht mehr wirtschaftlich zu überholen war, erfolgte im März 2019 der Rotoraustausch. Für den Austausch des Scheibentrockners erbringt DAHLEM die Planung der technischen Ausrüstung von der Grundlagenermittlung bis zur Vergabe einschließlich der Bauüberwachung.

Wie massiv die Schäden durch Starkregen sein können, haben viel Kommunen in den vergangen Jahren erfahren müssen. Die zielgerichtete Überflutungsvorsorge gegenüber seltenen Starkregen und Sturzfluten rückt vor diesem Hintergrund immer stärker in den Fokus. Sie stellt eine große Herausforderung für die Kommunen dar und ist eng verknüpft mit der kommunalen Anpassung an den Klimwandel. Die Etablierung und Umsetzung eines koordinierten Starkregenrisikomanegements ist zum einen eine neue Aufgabe. Zum anderen erhöht eine über die verschiedenen Fachressorts koordinierte Überflutungsvorsorge die Komplexität von Planungs- und Verwaltungsvorgängen und wirft bislang ungeklärte Fragen auf. Wie die Überflutungsvorsorge im Ressortverbund innerhalb einer Kommune gelingen kann, wurde im Rahmen des Projektes „Kommunale Überflutungsvorsorge – Planer im Dialog“ des Deutschen Instituts für Urbanistik (DIfU) in Zusammenarbeit mit DAHLEM und zahlreichen Fachleuten aus den verschiedenen Verwaltungsressorts von 15 deutschen Städten beleuchtet. Das Projekt wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) über zwei Jahren gefördert. Die Besonderheit des Projektes liegt darin, dass die Kommunen jeweils mit den betroffenenen Ressort vertreten waren (Stadtplanung, Umwelt, Grünflächen, Straßen, Stadtentwässerung, Katastrophenschutz). In acht Tageswerkstätten wurde an Fallbeispielen erarbeitet, wo typische Hemmnisse und Probleme, aber auch Lösungsmöglichkeiten und Erfolgsfaktoren liegen. Aus den praktischen Erfahrungen der Kommunen wurden Empfehlungen und Lösungsansätze zur Verwaltungsarbeit innerhalb einer Kommune in einer Broschüre zusammengefasst. Sie dient als Hilfestellung für Kommunen, die stärker in die Starkregenvorsorge einsteigen wollen und beantwortet Fragen (FAQ) zu den Themenfeldern Organisation, Recht, Finanzierung, Planung/Umsetzung sowie Betrieb/Unterhaltung.

Broschüre als Download:
Kommunale Überflutungsvorsorge - Planer im Dialog (4,5 MB)

Das Video der Emschergenossenschaft zeigt den Baufortschritt des Kanals

Er ist fast fertiggestellt: Der 51 Kilometer lange und gigantische Abwasserkanal Emscher des neuen Entwässerungssystems der Emschergenossenschaft zwischen der Kläranlage Dortmund-Deusen und dem Klärwerk Emschermündung im Städtedreieck Dinslaken-Oberhausen-Duisburg. Das letzte Teilstück des Kanals liegt neben dem Landschaftsbauwerk des neuen Emscherdeiches im Holtener Bruch in Oberhausen. Nach fast neun Jahren ist der Abwasserkanal damit fast fertig gebaut. Es fehlen nur noch die letzten drei Kilometer vom Abwasserkanal bis zur letzten Kläranlage vor dem Rhein. Der Kanal wird als Doppelrahmprofil in offener Bauweise und z.T. im Bogen verlegt. Der Bau des Abwasserkanals Emscher ist von Dortmund bis Oberhausen-Biefang bereits abgeschlossen. Im September 2018 wurde er bis Bottrop Stück für Stück geflutet. Eine vollständige Inbetriebnahme ist für 2020 vorgesehen. Für das Projekt werden alle Leistungen der Objekt- und Fachplanungen erbracht.

Das Video der Stadtwerke Karlsruhe zeigt das künftige Wasserwerk Mörscher Wald

Im November 2018 erfolgte der erste Spatenstich zum Neubau des Wasserwerks Mörscher Wald. Das heutige bestehende Wasserwerk stammt aus den 30er Jahren. Die Anlagen sind technisch veraltet und wesentliche Anlagenteile müssen erneuert werden. Der Neubau wird die zukünftige lebensnotwendige Trinkwasserversorgung der Stadt Karlsruhe und der Umlandgemeinden sicherstellen. Ermittlungen des Trinkwasserbedarfs bis 2040 ergaben, dass aufgrund des Klimawandels und des prognostizierten Bevölkerungswachstums künftig eine Kapazität von 60.000 m³/d bzw. 3000 m³/h als Maximalleistung für eine Rohwasserförderung und -aufbereitung vorgehalten werden muss. Nach der Inbetriebnahme des neuen Werkes wird das bestehende vollständig zurückgebaut. Die architektonische Gestaltung des Gebäudes sieht eine harmonische Einbindung in die waldgeprägte Umgebung vor. Als Partner einer Arbeitsgemeinschaft ist DAHLEM mit der Gebäude-, Innenraum- und Freianlagenplanung beauftragt. Für die Gebäudeplanung wurde ein BIM-orientiertes 3D-Modell aufgebaut.

Nicht nur zu Stoßzeiten ist die Hemminger Straße im Stuttgarter Norden stark befahren. Täglich fahren hier rd. 12.000 Fahrzeuge - u.a. in das angrenzende Gewerbegebiet. Durch die Verkehrsbelastung sammeln sich auf der Straße im Laufe der Zeit vielfältige Schadstoffe, die bei Regen abgeschwemmt werden. Das verschmutzte Regenwasser darf nicht mehr direkt ins Gewässer eingeleitet werden. Es muss zunächst einmal eine Reinigung und Retention durchlaufen. Im Auftrag der Stadtentwässerung Stuttgart plante DAHLEM eine Reinigungsanlage als Mulden-Rigolen-System: Hier wird das verschmutzte Regenwasser zunächst in einer flachen, grasbewachsenen Mulde (ca. 500 m²) gesammelt. Das gestaute Wasser versickert dort langsam im Boden. Dabei wird der größte Teil der enthaltenen Schadstoffe in den Bodenschichten herausgefiltert. Unter dem Erdreich der Mulde befindet sich ein weiterer Stauraum, der mit Rigolen ausgelegt ist (250 m³) und dafür sorgt, dass das versickernde Regenwasser noch einmal zurückgehalten und als ökologisch verträglicher Zufluss in den Lindenbach eingeleitet werden kann.

Im Juli 2018 wurden die zwei neuen Faulbehälter des Klärwerks Würzburg eingeweiht. Sie gelten als Kunstinstallation, wenn sie beleuchtet sind. Die Betonbauten mit der Fassadendämmung stehen bereits seit dem Frühjahr und nun sind auch die Membranhüllen auf den Faulbehältern. Dr.-Ing. Anke Durth ist die verantwortliche Projektleiterin für den Bau der zwei neuen Faulbehälter. „Sie ersetzen die 40 Jahre alten Faulbehälter des Klärwerks, deren Kapazitäten nicht mehr für die Behandlung der gesamten Klärschlammmenge ausreichen. Mit den neuen Faulbehältern wird die zu entsorgende Schlammmenge um ein Drittel reduziert und die Stromerzeugung verdreifacht," erklärt Anke Durth, die seit 15 Jahren im Fachausschuss KEK-1 des DWA-Hauptausschusses Kreislaufwirtschaft/Energie/Klärschlamm arbeitet. Der Entwässerungsbetrieb der Stadt Würzburg beauftragte DAHLEM mit der Planung zum Neubau der Faulbehälter und mehrerer Betriebsgebäude, in denen die Anlagen zur Gasaufbereitung, Gasverwertung, Co-Substratannahme etc. untergebracht sind. Die Fassadengestaltung der Faultürme und der Betriebsgebäude geht aus einem Architektenwettbewerb hervor. Die Türme sind mit unterschiedlich geformten Membranschichten umhüllt, sodass zwei sich ähnelnde, jedoch nicht identische Skulpturen entstanden sind.

60-Millionen-Euro teuer: Das Pumpwerk Oberhausen am Holtener Bruch wird auch als zurzeit größte Baugrube in Nordrhein-Westfalen bezeichnet. Mit einem Durchmesser von 40 Metern und einer Tiefe von 45 Metern ist es ein bedeutender Eckpunkt des Emscher-Umbaus. Das Pumpwerk ist eines der größten in Europa. Eine so große und komplexe Planungstätigkeit über einen so langen Zeitraum im Auge zu behalten, ist schon eine unglaubliche Herausforderung“, sagt Dipl.-Ing.Marc Althoff, verantwortlicher Planungsleiter. Das Pumpwerk ist Teil der Gesamtplanung zur ökologischen Umgestaltung der Emscher zwischen Dortmund und Dinslaken und wird jährlich ca. 170 Mio. Kubikmeter Abwasser zum Klärwerk Emschermündung fördern. Das architektonisch-visuelle Konzept integriert den Bau harmonisch in den ökologischen Umbau der Emscher. Für das Projekt werden alle Leistungen der Objekt- und Fachplanungen (Tragwerksplanung, Technische Ausrüstung) erbracht.

Am Donnerstag, den 12. April 2018, nahm der Wasserverband Eifel-Rur und die Bürgermeisterin von Aachen, Frau Margarethe Schmeer, Europas größte Ozonungsanlage auf der Kläranlage Aachen-Soers in Betrieb. Die Kläranlage wurde mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe ausgestattet, um Spurenstoffe aus dem Abwasser zu entfernen und in die bestehende Abwasserreinigung implementiert. Die Kläranlage reinigt seit 1913 das Abwasser der Stadt Aachen und ist auf 458.300 Einwohnerwerte dimensioniert. Die großtechnische Ozonungsanlage ist ein vom Land NRW gefördertes Projekt „DemO3AC" (Demonstrationsvorhaben Ozonung des Abwassers auf der Kläranlage Aachen-Soers) und soll zu einer deutlichen Reduzierung anthropogener Spurenstoffe und zu einer signifikant verbesserten Gewässerqualität der Wurm beitragen. Eine begleitende Forschung vor Ort untersucht, wie sich die Ozonierung des Kläranlagenablaufs insbesondere auf das Gewässer auswirkt. Eine Arbeitsgemeinschaft mit DAHLEM als federführendem Unternehmen ist mit der Objekt- und Fachplanung beauftragt. Das Land NRW fördert sowohl die großtechnische Realisierung als auch die begleitende Forschung. Im Oktober 2017 wurde nach nur acht Monaten Bauzeit bereits Richtfest gefeiert.

Auf der Kläranlage Paderborn wurde ein Forschungsvorhaben zur weitergehenden Abwasserreinigung mit einer vierten Reinigungsstufe eingerichtet. Die biologisch aktivierte Aktivkohlefiltration (BAK) ist eine neuartige Verfahrenskombination aus Ozon und Aktivkohlefiltration und soll die Gesamtjahreskosten deutlich verringern und den Umfang der eliminierbaren Stoffe erhöhen. DAHLEM implementierte im Auftrag des Stadtentwässerungsbetriebs (STEB) Paderborn das großtechnische Forschungsvorhaben auf der Kläranlage, das durch das Land NRW gefördert wird. Das Institut für Siedlungswasserwirtschaft (ISA) der RWTH Aachen begleitete DAHLEM wissenschaftlich in der Durchführung. Anfang 2018 ging die Anlage in Betrieb. 

Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderte Projekt "MURIEL - Multifunktionale urbane Retentionsräume: von der Idee zur Realisierung" wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück beauftragte DAHLEM in einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Forschungsvorhaben, das Möglichkeiten aufzeigen soll, wie bestehende innerörtliche Freiflächen als Notflutungsflächen bei Starkregenereignissen genutzt werden können. Die Nutzung öffentlicher Freiflächen als temporäre Retentionsräume stellt einen wichtigen und notwendigen Beitrag zur kommunalen Überflutungsvorsorge dar – gerade auch mit Blick auf den Klimawandel. Wie solche Retentionsräume realisiert werden können und was es bei der Konzeption und Gestaltung zu beachten gilt, fasst die dreiteilige Dokumentation zusammen, die hier als Download zur Verfügung gestellt wird.  

 

Teil 1 – Wissenschaftliche Grundlagen (ca. 20 MB)
Teil 2 – Fallstudien (ca. 78 MB) 
Teil 3 – Arbeitshilfe für Planung, Umsetzung und Betrieb (ca. 52 MB)