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Die News listen die aktuellen Ereignisse als Kurznachrichten chronologisch auf.

60-Millionen-Euro teuer: Das Pumpwerk Oberhausen am Holtener Bruch wird auch als zurzeit größte Baugrube in Nordrhein-Westfalen bezeichnet. Mit einem Durchmesser von 40 Metern und einer Tiefe von 45 Metern ist es ein bedeutender Eckpunkt des Emscher-Umbaus. Das Pumpwerk ist eines der größten in Europa. Eine so große und komplexe Planungstätigkeit über einen so langen Zeitraum im Auge zu behalten, ist schon eine unglaubliche Herausforderung“, sagt Dipl.-Ing.Marc Althoff, verantwortlicher Planungsleiter. Das Pumpwerk ist Teil der Gesamtplanung zur ökologischen Umgestaltung der Emscher zwischen Dortmund und Dinslaken und wird jährlich ca. 170 Mio. Kubikmeter Abwasser zum Klärwerk Emschermündung fördern. Das architektonisch-visuelle Konzept integriert den Bau harmonisch in den ökologischen Umbau der Emscher. Für das Projekt werden alle Leistungen der Objekt- und Fachplanungen (Tragwerksplanung, Technische Ausrüstung) erbracht.

  • Behandlungsanlage für das Regenwasser der Landesstraße
  • Angeschlossene Fläche ca. 5 Hektar
  • 500 m²-Mulde für Rückhaltung und Versickerung
  • 250 m³ zusätzlicher unterirdischer Stauraum in Rigolen
  • Gedrosselte Einleitung ins Gewässer
  • Langzeitsimulation zum Nachweis des Gesamtsystems

Nach 40 Jahren Betriebszeit wurde auf dem Klärwerk Düsseldorf-Süd der alte Rundsandfang mit Rundräumer gegen eine neue Sandfanganlage mit zwei Längsräumern aus Edelstahl ersetzt. Die neuen Räumer mit einem Gewicht von je 4,5 Tonnen und einer Spannweite von 13 Metern fahren über zwei parallel angeordnete Sandfangbecken. Im Januar 2017 begannen die Abbrucharbeiten der Altanlage, da die bisherigen Anlagenteile nicht mehr wirtschaftlich zu überholen waren. Die Sanierung und Erneuerung der mechanischen Reinigungsstufe erfolgt unter Aufrechterhaltung des Kläranlagenbetriebs. DAHLEM erbringt die Objekt- und Fachplanung (Bautechnik, Tragwerksplanung, Technische Ausrüstung) bis zur Bauüberwachung.

Im Juli 2018 wurden die zwei neuen Faulbehälter des Klärwerks Würzburg eingeweiht. Sie gelten als Kunstinstallation, wenn sie beleuchtet sind. Die Betonbauten mit der Fassadendämmung stehen bereits seit dem Frühjahr und nun sind auch die Membranhüllen auf den Faulbehältern. Dr.-Ing. Anke Durth ist die verantwortliche Projektleiterin für den Bau der zwei neuen Faulbehälter. „Sie ersetzen die 40 Jahre alten Faulbehälter des Klärwerks, deren Kapazitäten nicht mehr für die Behandlung der gesamten Klärschlammmenge ausreichen. Mit den neuen Faulbehältern wird die zu entsorgende Schlammmenge um ein Drittel reduziert und die Stromerzeugung verdreifacht," erklärt Anke Durth, die seit 15 Jahren im Fachausschuss KEK-1 des DWA-Hauptausschusses Kreislaufwirtschaft/Energie/Klärschlamm arbeitet. Der Entwässerungsbetrieb der Stadt Würzburg beauftragte DAHLEM mit der Planung zum Neubau der Faulbehälter und mehrerer Betriebsgebäude, in denen die Anlagen zur Gasaufbereitung, Gasverwertung, Co-Substratannahme etc. untergebracht sind. Die Fassadengestaltung der Faultürme und der Betriebsgebäude geht aus einem Architektenwettbewerb hervor. Die Türme sind mit unterschiedlich geformten Membranschichten umhüllt, sodass zwei sich ähnelnde, jedoch nicht identische Skulpturen entstanden sind.

Am Donnerstag, den 12. April 2018, nahm der Wasserverband Eifel-Rur und die Bürgermeisterin von Aachen, Frau Margarethe Schmeer, Europas größte Ozonungsanlage auf der Kläranlage Aachen-Soers in Betrieb. Die Kläranlage wurde mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe ausgestattet, um Spurenstoffe aus dem Abwasser zu entfernen und in die bestehende Abwasserreinigung implementiert. Die Kläranlage reinigt seit 1913 das Abwasser der Stadt Aachen und ist auf 458.300 Einwohnerwerte dimensioniert. Die großtechnische Ozonungsanlage ist ein vom Land NRW gefördertes Projekt „DemO3AC" (Demonstrationsvorhaben Ozonung des Abwassers auf der Kläranlage Aachen-Soers) und soll zu einer deutlichen Reduzierung anthropogener Spurenstoffe und zu einer signifikant verbesserten Gewässerqualität der Wurm beitragen. Eine begleitende Forschung vor Ort untersucht, wie sich die Ozonierung des Kläranlagenablaufs insbesondere auf das Gewässer auswirkt. Eine Arbeitsgemeinschaft mit DAHLEM als federführendem Unternehmen ist mit der Objekt- und Fachplanung beauftragt. Das Land NRW fördert sowohl die großtechnische Realisierung als auch die begleitende Forschung. Im Oktober 2017 wurde nach nur acht Monaten Bauzeit bereits Richtfest gefeiert.

Auf der Kläranlage Paderborn wird zurzeit ein Forschungsvorhaben zur weitergehenden Abwasserreinigung mit einer vierten Reinigungsstufe eingerichtet. Die biologisch aktivierte Aktivkohlefiltration (BAK) ist eine neuartige Verfahrenskombination aus Ozon und Aktivkohlefiltration und soll die Gesamtjahreskosten deutlich verringern und den Umfang der eliminierbaren Stoffe erhöhen. DAHLEM implementiert im Auftrag des STEB Paderborn das großtechnische Forschungsvorhaben auf der Kläranlage, das durch das Land NRW gefördert wird. Das Institut für Siedlungswasserwirtschaft (ISA) der RWTH Aachen begleitet DAHLEM wissenschaftlich in der Durchführung. Die Anlage wird voraussichtlich Anfang 2018 in Betrieb genommen. 

Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderte Projekt "MURIEL - Multifunktionale urbane Retentionsräume: von der Idee zur Realisierung" wurde im Juni 2017 erfolgreich abgeschlossen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück beauftragte DAHLEM in einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Forschungsvorhaben, das Möglichkeiten aufzeigen soll, wie bestehende innerörtliche Freiflächen als Notflutungsflächen bei Starkregenereignissen genutzt werden können. Die Nutzung öffentlicher Freiflächen als temporäre Retentionsräume stellt einen wichtigen und notwendigen Beitrag zur kommunalen Überflutungsvorsorge dar – gerade auch mit Blick auf den Klimawandel. Wie solche Retentionsräume realisiert werden können und was es bei der Konzeption und Gestaltung zu beachten gilt, fasst die dreiteilige Dokumentation zusammen, die hier als Download zur Verfügung gestellt wird.  

 

Teil 1 – Wissenschaftliche Grundlagen (ca. 20 MB)
Teil 2 – Fallstudien (ca. 78 MB) 
Teil 3 – Arbeitshilfe für Planung, Umsetzung und Betrieb (ca. 52 MB) 

DAHLEM hat als Partner einer Arbeitsgemeinschaft das von der Stadt Bergkamen ausgeschriebene VgV-Verfahren „Planungsleistungen der Wasserstadt Aden - Leistungspaket 2 See” gewonnen. Am Datteln-Hamm-Kanal entsteht in den nächsten Jahren auf dem ehemaligen Zechengelände „Haus Aden“ in Bergkamen ein innovatives und außergewöhnliches Stadtquartier: Die „Wasserstadt Aden“ als hochwertiges Wohn und Gewerbegebiet, das von zwei Gewässern flankiert wird, nördlich vom Datteln-Hamm-Kanal und südlich durch eine geplante See- und Grachtenlandschaft. Das Herzstück dieses Stadtquartiers bildet der zukünftige Adensee mit einem Sportboothafen, Gründungen für das Wohnen im und am Wasser sowie naturnahen Ufergestaltungen. Die geplante Gracht dient dem Erleben am Wasser und gleichfalls zur Aufrechterhaltung der Gewässerqualität des Adensees. Zwischen See und dem Datteln-Hamm-Kanal wird eine Verbindung geschaffen, die in der Regel offen ist und mit Sportbooten durchfahren werden kann. Ein Absperrtor ermöglicht die vorübergehende Trennung vom Datteln-Hamm-Kanal.  Die Entwurfs- und Genehmigungsplanung wurde von DAHLEM 2015 fertiggestellt. Inzwischen ist die Plangenehmigung erteilt und DAHLEM mit der Fortführung der Planung bis hin zur Bauüberwachung beauftragt. Zum Planungsumfang gehören der sechs Hektar große Adensee einschließlich Abdichtung und Ufereinfassung, die Gracht und ein Gesamtbewirtschaftungskonzept mit den dazugehörigen technischen Anlagen.

2018 stellt die RAG Aktiengesellschaft die Steinkohlenförderung ein. Für die Bergbaufolgen muss auch weiterhin gesorgt werden. Grubenwasserhaltung, Poldermaßnahmen und Grundwassermanagement sind die Ewigkeitsaufgaben der Nachbergbau-Ära. Die Grubenwasserhaltung schützte die Bergwerke vor Wasserzuläufen, die abgepumpt und über Bäche und Flüsse abgeleitet werden mussten. Die zukünftige Wasserhaltung soll Beeinträchtigungen der Umwelt vermeiden. Das langfristig angelegte Grubenwasserkonzept der RAG für die Ruhrregion sieht vor, einen Teilanstieg des Grubenwassers zuzulassen, ohne Trinkwasservorkommen zu beeinträchtigen. Durch die Nutzung untertägiger Wasserwegsamkeiten soll die Anzahl der Pumpstandorte reduziert werden, die dort noch anfallenden Grubenwässer sind schadlos abzuleiten. Die Planung der erforderlichen Druckleitungen erfolgte für zwei Standorte: der Zeche Zollverein und des Bergwerks Lohberg. Es werden insgesamt ca. 16 Kilometer Leitung von DN 500 bis DN 1.200 verlegt. Ein besonders entwickeltes, neuartiges Überwachungssystem ermittelt Leckagen an den Leitungen – auch im Hinblick auf den Trassenverlauf in den Natur- und Landschaftsschutzgebieten.

DAHLEM hat als Partner einer Arbeitsgemeinschaft das von den Stadtwerken Karlsruhe GmbH ausgeschriebene VgV-Verfahren „Wasserwerk Mörscher Wald” gewonnen. Das bestehende Wasserwerk stammt aus den 30er Jahren; die Anlagen sind technisch veraltet und wesentliche Anlagenteile müssen erneuert werden. Daher wird das Wasserwerk vollständig neu geplant. Der Neubau soll die Anpassung des seit 1952 bestehenden Ausbauzustandes an die zukünftige lebensnotwendige Trinkwasserversorgung der Stadt Karlsruhe und der Umlandgemeinden sicherstellen. Die Ermittlung des Trinkwasserbedarfs bis 2040 ergab, dass aufgrund des Klimawandels und des prognostizierten Bevölkerungswachstums künftig eine Kapazität von 60.000 m³/d bzw. 3000 m³/h als Maximalleistung für eine Rohwasserförderung und -aufbereitung vorgehalten werden muss. Nach der Inbetriebnahme des neuen Werkes wird das bestehende vollständig zurückgebaut. Die architektonische Gestaltung des Gebäudes sieht eine harmonische Einbindung in die waldgeprägte Umgebung vor. Als Partner einer Arbeitsgemeinschaft ist DAHLEM mit der Gebäude-, Innenraum- und Freianlagenplanung beauftragt. Für die Gebäudeplanung wurde ein BIM-orientiertes 3D-Modell aufgebaut.

DAHLEM hat als Partner in einer Arbeitsgemeinschaft das von der Mark-E Aktiengesellschaft in Hagen ausgeschriebene VOF-Verfahren "Ingenieurleistungen für den Neubau der erweiterten Aufbereitungstechnik Wasserwerk Hengstey" gewonnen. Das Wasserwerk Hengstey dient der öffentlichen Trinkwasserversorgung der Stadt Hagen. Die vorhandene Trinkwasseraufbereitungsanlage wurde zwischen 2004 und 2010 saniert bzw. erneuert. Jetzt sollen gemäß neuen Anforderungen aus dem Landeswassergesetz weitere Aufbereitungsstufen nachgeschaltet bzw. in den heutigen Aufbereitungsprozess integriert werden. Bei der Planung sind die Wechselwirkungen zwischen dem Wasserwerk Hengstey und dem Hagener Wassernetz sowie dem Wasserwerk Haspe zu berücksichtigen. Die Leistungen (Lph 1-9) umfassen die komplette Planung aller erforderlichen Anlagenkomponenten, Gebäude und Gründungen.

Mit ihrer Realisierung soll das größte zusammenhängende Fernwärmenetz des europäischen Kontinents entstehen: Die rund 25 km lange Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr. Als qualifiziertes Projekt der KlimaExpo.NRW soll sie als nordrhein-westfälisches Leuchtturm-Projekt zukünftig die beiden bestehenden Fernwärmeschienen Niederrhein und Ruhr betrieblich zusammenführen. Die Realisierung liefert einen wesentlichen Beitrag zu den CO2- und KWK-Zielen des Landes NRW und vermeidet den Ausstoß von über 100.000 Tonnen CO2. Die Leitung verläuft als 2-Rohrsystem (DN 800) anteilig ober- und unterirdisch von Bottrop-Welheim über Oberhausen und Duisburg bis zum STEAG-Kraftwerk in Duisburg-Walsum. Bauherr und Betreiber ist die Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr (FWSRR) GmbH, ein Konsortium aus der STEAG Fernwärme GmbH, der Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH und der Energieversorgung Oberhausen AG. Als Partner einer Arbeitsgemeinschaft ist DAHLEM mit der Trassen-, Bauwerks- und der Tragwerksplanung beauftragt.

Mit dem Umbau des Schurenbachs wurde eine weitere Maßnahme im Rahmen der Neuordnung der Abwasserableitung, Regenwasserbehandlung und Umgestaltung des Schwarzbachsystems umgesetzt. Ein wichtiger Aspekt hierbei war die Offenlegung des Bachlaufs. Die Emschergenossenschaft beauftragte DAHLEM mit der Planung einer Regenwasserbehandlung mit Stauraumkanal DN 1600 sowie einem Entlastungs- und Drosselbauwerk und mit der Umgestaltung des Schurenbachs. Die Trennung der Mischwasserkanalisation des Einzugsgebietes im Oberlauf des verrohrten Schurenbachs wurde durch eine Verrohrung DN 1000 in offener Bauweise und mit Unterquerung der A 42 im Rohrvortrieb DN 1200 hergestellt. Entlang des Hangfußes der Schurenbachhalde verläuft der Bach offen in einem neuen Gewässerbett – dieser Bereich soll sich in den kommenden Jahren zu einem Naherholungsgebiet entwickeln. DAHLEM erbrachte für das Projekt alle Leistungen der Objekt- und Fachplanung (Tragwerksplanung, Technische Ausrüstung, Landschaftsplanung) einschließlich der hydrologisch-hydrodynamischen Berechnungen bis hin zur Bauüberwachung.