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Die News listen die aktuellen Ereignisse als Kurznachrichten chronologisch auf.

Projektnews

Nicht nur zu Stoßzeiten ist die Hemminger Straße im Stuttgarter Norden stark befahren. Täglich fahren hier rd. 12.000 Fahrzeuge - u.a. in das angrenzende Gewerbegebiet. Durch die Verkehrsbelastung sammeln sich auf der Straße im Laufe der Zeit vielfältige Schadstoffe, die bei Regen abgeschwemmt werden. Das verschmutzte Regenwasser darf nicht mehr direkt ins Gewässer eingeleitet werden. Es muss zunächst einmal eine Reinigung und Retention durchlaufen. Im Auftrag der Stadtentwässerung Stuttgart plante DAHLEM eine Reinigungsanlage als Mulden-Rigolen-System: Hier wird das verschmutzte Regenwasser zunächst in einer flachen, grasbewachsenen Mulde (ca. 500 m²) gesammelt. Das gestaute Wasser versickert dort langsam im Boden. Dabei wird der größte Teil der enthaltenen Schadstoffe in den Bodenschichten herausgefiltert. Unter dem Erdreich der Mulde befindet sich ein weiterer Stauraum, der mit Rigolen ausgelegt ist (250 m³) und dafür sorgt, dass das versickernde Regenwasser noch einmal zurückgehalten und als ökologisch verträglicher Zufluss in den Lindenbach eingeleitet werden kann.

Nach 40 Jahren Betriebszeit wurde auf dem Klärwerk Düsseldorf-Süd der alte Rundsandfang mit Rundräumer gegen eine neue Sandfanganlage mit zwei Längsräumern aus Edelstahl ersetzt. Die neuen Räumer mit einem Gewicht von je 4,5 Tonnen und einer Spannweite von 13 Metern fahren über zwei parallel angeordnete Sandfangbecken. Im Januar 2017 begannen die Abbrucharbeiten der Altanlage, da die bisherigen Anlagenteile nicht mehr wirtschaftlich zu überholen waren. Die Sanierung und Erneuerung der mechanischen Reinigungsstufe erfolgt unter Aufrechterhaltung des Kläranlagenbetriebs. DAHLEM erbringt die Objekt- und Fachplanung (Bautechnik, Tragwerksplanung, Technische Ausrüstung) bis zur Bauüberwachung.

Im Juli 2018 wurden die zwei neuen Faulbehälter des Klärwerks Würzburg eingeweiht. Sie gelten als Kunstinstallation, wenn sie beleuchtet sind. Die Betonbauten mit der Fassadendämmung stehen bereits seit dem Frühjahr und nun sind auch die Membranhüllen auf den Faulbehältern. Dr.-Ing. Anke Durth ist die verantwortliche Projektleiterin für den Bau der zwei neuen Faulbehälter. „Sie ersetzen die 40 Jahre alten Faulbehälter des Klärwerks, deren Kapazitäten nicht mehr für die Behandlung der gesamten Klärschlammmenge ausreichen. Mit den neuen Faulbehältern wird die zu entsorgende Schlammmenge um ein Drittel reduziert und die Stromerzeugung verdreifacht," erklärt Anke Durth, die seit 15 Jahren im Fachausschuss KEK-1 des DWA-Hauptausschusses Kreislaufwirtschaft/Energie/Klärschlamm arbeitet. Der Entwässerungsbetrieb der Stadt Würzburg beauftragte DAHLEM mit der Planung zum Neubau der Faulbehälter und mehrerer Betriebsgebäude, in denen die Anlagen zur Gasaufbereitung, Gasverwertung, Co-Substratannahme etc. untergebracht sind. Die Fassadengestaltung der Faultürme und der Betriebsgebäude geht aus einem Architektenwettbewerb hervor. Die Türme sind mit unterschiedlich geformten Membranschichten umhüllt, sodass zwei sich ähnelnde, jedoch nicht identische Skulpturen entstanden sind.

60-Millionen-Euro teuer: Das Pumpwerk Oberhausen am Holtener Bruch wird auch als zurzeit größte Baugrube in Nordrhein-Westfalen bezeichnet. Mit einem Durchmesser von 40 Metern und einer Tiefe von 45 Metern ist es ein bedeutender Eckpunkt des Emscher-Umbaus. Das Pumpwerk ist eines der größten in Europa. Eine so große und komplexe Planungstätigkeit über einen so langen Zeitraum im Auge zu behalten, ist schon eine unglaubliche Herausforderung“, sagt Dipl.-Ing.Marc Althoff, verantwortlicher Planungsleiter. Das Pumpwerk ist Teil der Gesamtplanung zur ökologischen Umgestaltung der Emscher zwischen Dortmund und Dinslaken und wird jährlich ca. 170 Mio. Kubikmeter Abwasser zum Klärwerk Emschermündung fördern. Das architektonisch-visuelle Konzept integriert den Bau harmonisch in den ökologischen Umbau der Emscher. Für das Projekt werden alle Leistungen der Objekt- und Fachplanungen (Tragwerksplanung, Technische Ausrüstung) erbracht.

Am Donnerstag, den 12. April 2018, nahm der Wasserverband Eifel-Rur und die Bürgermeisterin von Aachen, Frau Margarethe Schmeer, Europas größte Ozonungsanlage auf der Kläranlage Aachen-Soers in Betrieb. Die Kläranlage wurde mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe ausgestattet, um Spurenstoffe aus dem Abwasser zu entfernen und in die bestehende Abwasserreinigung implementiert. Die Kläranlage reinigt seit 1913 das Abwasser der Stadt Aachen und ist auf 458.300 Einwohnerwerte dimensioniert. Die großtechnische Ozonungsanlage ist ein vom Land NRW gefördertes Projekt „DemO3AC" (Demonstrationsvorhaben Ozonung des Abwassers auf der Kläranlage Aachen-Soers) und soll zu einer deutlichen Reduzierung anthropogener Spurenstoffe und zu einer signifikant verbesserten Gewässerqualität der Wurm beitragen. Eine begleitende Forschung vor Ort untersucht, wie sich die Ozonierung des Kläranlagenablaufs insbesondere auf das Gewässer auswirkt. Eine Arbeitsgemeinschaft mit DAHLEM als federführendem Unternehmen ist mit der Objekt- und Fachplanung beauftragt. Das Land NRW fördert sowohl die großtechnische Realisierung als auch die begleitende Forschung. Im Oktober 2017 wurde nach nur acht Monaten Bauzeit bereits Richtfest gefeiert.

Auf der Kläranlage Paderborn wird zurzeit ein Forschungsvorhaben zur weitergehenden Abwasserreinigung mit einer vierten Reinigungsstufe eingerichtet. Die biologisch aktivierte Aktivkohlefiltration (BAK) ist eine neuartige Verfahrenskombination aus Ozon und Aktivkohlefiltration und soll die Gesamtjahreskosten deutlich verringern und den Umfang der eliminierbaren Stoffe erhöhen. DAHLEM implementiert im Auftrag des STEB Paderborn das großtechnische Forschungsvorhaben auf der Kläranlage, das durch das Land NRW gefördert wird. Das Institut für Siedlungswasserwirtschaft (ISA) der RWTH Aachen begleitet DAHLEM wissenschaftlich in der Durchführung. Die Anlage wird voraussichtlich Anfang 2018 in Betrieb genommen. 

Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderte Projekt "MURIEL - Multifunktionale urbane Retentionsräume: von der Idee zur Realisierung" wurde im Juni 2017 erfolgreich abgeschlossen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück beauftragte DAHLEM in einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Forschungsvorhaben, das Möglichkeiten aufzeigen soll, wie bestehende innerörtliche Freiflächen als Notflutungsflächen bei Starkregenereignissen genutzt werden können. Die Nutzung öffentlicher Freiflächen als temporäre Retentionsräume stellt einen wichtigen und notwendigen Beitrag zur kommunalen Überflutungsvorsorge dar – gerade auch mit Blick auf den Klimawandel. Wie solche Retentionsräume realisiert werden können und was es bei der Konzeption und Gestaltung zu beachten gilt, fasst die dreiteilige Dokumentation zusammen, die hier als Download zur Verfügung gestellt wird.  

 

Teil 1 – Wissenschaftliche Grundlagen (ca. 20 MB)
Teil 2 – Fallstudien (ca. 78 MB) 
Teil 3 – Arbeitshilfe für Planung, Umsetzung und Betrieb (ca. 52 MB) 

DAHLEM hat als Partner einer Arbeitsgemeinschaft das von der Stadt Bergkamen ausgeschriebene VgV-Verfahren „Planungsleistungen der Wasserstadt Aden - Leistungspaket 2 See” gewonnen. Am Datteln-Hamm-Kanal entsteht in den nächsten Jahren auf dem ehemaligen Zechengelände „Haus Aden“ in Bergkamen ein innovatives und außergewöhnliches Stadtquartier: Die „Wasserstadt Aden“ als hochwertiges Wohn und Gewerbegebiet, das von zwei Gewässern flankiert wird, nördlich vom Datteln-Hamm-Kanal und südlich durch eine geplante See- und Grachtenlandschaft. Das Herzstück dieses Stadtquartiers bildet der zukünftige Adensee mit einem Sportboothafen, Gründungen für das Wohnen im und am Wasser sowie naturnahen Ufergestaltungen. Die geplante Gracht dient dem Erleben am Wasser und gleichfalls zur Aufrechterhaltung der Gewässerqualität des Adensees. Zwischen See und dem Datteln-Hamm-Kanal wird eine Verbindung geschaffen, die in der Regel offen ist und mit Sportbooten durchfahren werden kann. Ein Absperrtor ermöglicht die vorübergehende Trennung vom Datteln-Hamm-Kanal.  Die Entwurfs- und Genehmigungsplanung wurde von DAHLEM 2015 fertiggestellt. Inzwischen ist die Plangenehmigung erteilt und DAHLEM mit der Fortführung der Planung bis hin zur Bauüberwachung beauftragt. Zum Planungsumfang gehören der sechs Hektar große Adensee einschließlich Abdichtung und Ufereinfassung, die Gracht und ein Gesamtbewirtschaftungskonzept mit den dazugehörigen technischen Anlagen.

2018 stellt die RAG Aktiengesellschaft die Steinkohlenförderung ein. Für die Bergbaufolgen muss auch weiterhin gesorgt werden. Grubenwasserhaltung, Poldermaßnahmen und Grundwassermanagement sind die Ewigkeitsaufgaben der Nachbergbau-Ära. Die Grubenwasserhaltung schützte die Bergwerke vor Wasserzuläufen, die abgepumpt und über Bäche und Flüsse abgeleitet werden mussten. Die zukünftige Wasserhaltung soll Beeinträchtigungen der Umwelt vermeiden. Das langfristig angelegte Grubenwasserkonzept der RAG für die Ruhrregion sieht vor, einen Teilanstieg des Grubenwassers zuzulassen, ohne Trinkwasservorkommen zu beeinträchtigen. Durch die Nutzung untertägiger Wasserwegsamkeiten soll die Anzahl der Pumpstandorte reduziert werden, die dort noch anfallenden Grubenwässer sind schadlos abzuleiten. Die Planung der erforderlichen Druckleitungen erfolgte für zwei Standorte: der Zeche Zollverein und des Bergwerks Lohberg. Es werden insgesamt ca. 16 Kilometer Leitung von DN 500 bis DN 1.200 verlegt. Ein besonders entwickeltes, neuartiges Überwachungssystem ermittelt Leckagen an den Leitungen – auch im Hinblick auf den Trassenverlauf in den Natur- und Landschaftsschutzgebieten.