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NEWS

Die News listen die aktuellen Ereignisse als Kurznachrichten chronologisch auf.

Auch wenn auf der Baustelle des Pumpwerks Oberhausen noch keine sichtbaren Montagearbeiten der Elektrotechnik stattfinden, so geht es jedoch bei der elektrotechnischen Ausrüstung mit großen Schritten voran. Bei der Werksprüfung in Finnland wurden als erste Komponenten der leistungsstarken Antriebsstränge zwei der insgesamt 10 Frequenzumrichter der „kleinen“ und „großen“ Abwasserpumpen erfolgreich beim Hersteller geprüft und abgenommen. Dabei handelt es sich um Frequenzumrichter mit einer Nennspannung von 690 V und einem Nennstrom von 1.180 A bzw. 1.700 A, das einer Nennleistung von 900 bzw. 1.250 kW entspricht. Der hohe Anspruch an die Netzrückwirkungen mit Grenzwertvorgaben an die harmonischen, zwischenharmonischen und erstmalig auch an die supraharmonischen Ströme, erforderte bei den Frequenzumrichtern aktive Netzfilter und entsprechend groß dimensionierte Netz-drosseln einzubauen. Diese werden, wie auch die eigentliche Leistungselektronik der Frequenzumrichter, mittels Wasser gekühlt. Die Frequenzumrichter bestehen aus jeweils 5 Schaltschränken, wobei jeder Frequenzumrichter rd. 3 m breit ist. Helmut Mangelmann leitet die Abteilung Elektrotechnik bei DAHLEM und arbeitet im Team der Planungs-ARGE des Pumpwerks Oberhausen: „Wir haben ja schon einiges in der E-Technik geplant und gebaut, aber diese Dimensionen sprengen die bisherigen Leistungsgrößen um ein Vielfaches. Liegen sie in der Niederspannung in Bezug auf die Schaltungs- und Übertragungstechnik doch an den Grenzen des technisch Möglichen.“

Das Video der Emschergenossenschaft zeigt den Baufortschritt des Kanals

Er ist fast fertiggestellt: Der 51 Kilometer lange und gigantische Abwasserkanal Emscher des neuen Entwässerungssystems der Emschergenossenschaft zwischen der Kläranlage Dortmund-Deusen und dem Klärwerk Emschermündung im Städtedreieck Dinslaken-Oberhausen-Duisburg. Das letzte Teilstück des Kanals liegt neben dem Landschaftsbauwerk des neuen Emscherdeiches im Holtener Bruch in Oberhausen. Nach fast neun Jahren ist der Abwasserkanal damit fast fertig gebaut. Es fehlen nur noch die letzten drei Kilometer vom Abwasserkanal bis zur letzten Kläranlage vor dem Rhein. Der Kanal wird als Doppelrahmprofil in offener Bauweise und z.T. im Bogen verlegt. Der Bau des Abwasserkanals Emscher ist von Dortmund bis Oberhausen-Biefang bereits abgeschlossen. Im September 2018 wurde er bis Bottrop Stück für Stück geflutet. Eine vollständige Inbetriebnahme ist für 2020 vorgesehen. Für das Projekt werden alle Leistungen der Objekt- und Fachplanungen erbracht.

Die Anpassung an den Klimawandel bedeutet für die Städte und insbesondere für die Metropolregionen weltweit eine große Herausforderung. Die Vermeidung von Schäden durch Sturzfluten ist dabei ein wichtiger Aspekt. Gefordert ist ein integrales Starkregenrisikomanagement, das planerische, technische und administrative Maßnahmen umfasst und vorläufige Überflutungsrisikoanalysen beinhaltet. Die Handlungsempfehlung beschreibt die Hauptkomponenten des Risikomanagementansatzes, der sich in Europa mittlerweile als wirksam erwiesen hat. Die Empfehlungen sind weltweit übertragbar unter Berücksichtigung der regionstypischen Randbedingungen. Im Rahmen eines Teilprojektes zur Handlungsempfehlung „Urban Water Management for Future Cities“ entwickelte DAHLEM gemeinsam mit dem Chinesisch-Deutschen Wasser Netzwerk SIGN ein lokal anwendbares Handlungsschema für eine zukunftsgerechte Überflutungsvorsorge in China.

Das Video der Stadtwerke Karlsruhe zeigt das künftige Wasserwerk Mörscher Wald

Im November 2018 erfolgte der erste Spatenstich zum Neubau des Wasserwerks Mörscher Wald. Das heutige bestehende Wasserwerk stammt aus den 30er Jahren. Die Anlagen sind technisch veraltet und wesentliche Anlagenteile müssen erneuert werden. Der Neubau wird die zukünftige lebensnotwendige Trinkwasserversorgung der Stadt Karlsruhe und der Umlandgemeinden sicherstellen. Ermittlungen des Trinkwasserbedarfs bis 2040 ergaben, dass aufgrund des Klimawandels und des prognostizierten Bevölkerungswachstums künftig eine Kapazität von 60.000 m³/d bzw. 3000 m³/h als Maximalleistung für eine Rohwasserförderung und -aufbereitung vorgehalten werden muss. Nach der Inbetriebnahme des neuen Werkes wird das bestehende vollständig zurückgebaut. Die architektonische Gestaltung des Gebäudes sieht eine harmonische Einbindung in die waldgeprägte Umgebung vor. Als Partner einer Arbeitsgemeinschaft ist DAHLEM mit der Gebäude-, Innenraum- und Freianlagenplanung beauftragt. Für die Gebäudeplanung wurde ein BIM-orientiertes 3D-Modell aufgebaut.