Aktuelles  >  News

NEWS

Starkregen und urbane Sturzfluten stellen unsere Gesellschaft zukünftig vor große Herausforderungen. In Zusammenarbeit mit dem Umweltamt der Stadt Frankfurt a.M entwickelte DAHLEM Starkregengefahrenkarten, die im Rahmen eines Gesamtkonzeptes zum Schutz vor Starkregen erstellt wurden und ab sofort online im Geodatenportal verfügbar sind. Dipl.-Ing. Tim Schneider, Mitarbeiter der Geschäftsstelle Darmstadt, begleitete das Konzept. Er ist seit 2019 DWA-geprüfter Fachplaner für Starkregenvorsorge und beschäftigt sich bei DAHLEM seit 2010 intensiv mit den Themen Starkregen und Urbane Sturzfluten. Er sieht den Schutz vor Starkregen als kommunale Gemeinschaftsaufgabe und freute sich besonders über die Veröffentlichung: „Dass die von DAHLEM erstellten Starkregengefahrenkarten online allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen, ist ein wichtiger Schritt im Kontext Klimafolgenanpassung. Die Veröffentlichung der Karten ist dem Umweltamt sehr gut gelungen. Neben den wesentlichen Ergebnissen der Analyse sind auch zahlreiche weitere Informationen zu verwandten Themengebieten verfügbar.“

2017 begann die Planung für den Bau der vollbiologischen Kläranlage Peja im Kosovo. Nach numehr 2,5 Jahren Bauzeit ist die Anlage in Betrieb genommen worden. Mit einer Kläranlagenkapazität von 81.000 Einwohnerwerten zählt sie zu den ersten Kläranlagen im Kosovo. Ein anaerob-mesophiler Faulbehälter stabilisiert anfallenden Klärschlamm und die Eigenstromversorgung erfolgt über mehrere BHKWs mit Klärgas. Neben der häuslichen Abwasserreinigung ist der Anschluss einer überregionalen Brauerei geplant. Die Kläranlage Peja zählt zu den ersten Schritten, die Abwasserinfrastruktur im Kosovo zu verbessern. Abwasser aus Siedlungsgebieten gelangt meist ungereinigt in die Oberflächengewässer. Während flächendeckende Kanalisationssysteme zur Abwasserableitung in städtischen Gebieten weitgehend vorhanden sind, mangelt es im Land an kommunalen und industriellen Kläranlagen. Das Programm »Abwasserentsorgung Süd-West Kosovo IV« soll die Abwasserentsorgung und -reinigung in mehreren Städten verbessern, vor allem im Hinblick auf nachhaltigen Schutz der natürlichen Wasserressourcen und Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung. Das Programm sieht für die Stadt Peja umfangreiche Maßnahmen zur Abwasserentsorgung vor, finanziert durch die KfW, das SECO und durch lokale Eigenmittel der Stadtverwaltung sowie der Republik Kosovo. Die gesamten Baukosten der Maßnahmen in der Stadt Peja betragen rund 20 Mio. €. Sie umfassen den Bau eines Hauptsammlers zum Transport der Abwässer zum 6 km entfernten Kläranlagenstandort, eines weiteren Sammlers zum Anschluss der südlichen Stadtgebiete, von Regenüberläufen und einer vollbiologischen Kläranlage. Der städtische Entsorgungsbetrieb RWC HIDRODRINI JSC beauftragte DAHLEM mit der Planung, funktionalen Ausschreibung und Bauüberwachung der Kläranlage sowie der Transportsammler.

Es war ein historischer Moment, als am Freitag, 20. August 2021, unter Anwesenheit des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet das Pumpwerk Oberhausen in Betrieb genommen wurde. Denn erst mit dem Anlaufen der gewaltigen Pumpen mit einer Förderleistung bis zu 16.000 l/s nimmt auch der ca. 60 km lange unterirdische Abwasserkanal Emscher (AKE) zwischen Dortmund und Dinslaken seine Funktion zum Abwassertransport wahr. Zuvor diente die Emscher über 170 Jahre als „Kloake des Ruhrgebiets“ und galt lange als der schmutzigste Fluss Deutschlands. Das Jahrhundertprojekt zur Renaturierung der Emscher nahm viele Jahre in Anspruch und konnte zeitgerecht fertiggestellt werden. Allein für die Realisierung des Pumpwerks Oberhausen liegen mehr als zehn Jahre Planung und Bau hinter den Beteiligten, neben der Emschergenossenschaft beispielsweise verschiedene Planungsbüros, Gutachter, Sachverständige, Baufirmen und Genehmigungsbehörden. Die Emschergenossenschaft beauftragte DAHLEM mit der Planung des Pumpwerks Oberhausen des knapp 50 Meter tiefen Pumpwerks, das auch im überirdischen Teil architektonische Maßstäbe setzt. Neben der Planung war DAHLEM innerhalb einer Arbeitsgemeinschaft auch für die Bauüberwachung der komplexen Verfahrens-, Steuerungs-, Energie- und Maschinentechnik zuständig.

Sie ist zwei Tage lang Anlaufpunkt für Wissenserwerb und Networking: die INFRASPREE in Berlin. Sie ist die regionale Plattform für Fachkräfte der Wasserwirtschaft und der technischen Infrastruktur. Eine Veranstaltung für Wasserfachleute, die den gesamten Wasserkreislauf abdeckt. Mit den Ausstellern, Vorträgen und Exkursionen bietet sich jedem Teilnehmer eine kompakte und umfangreiche Informationsplattform, um sich über aktuelle Herausforderungen und Lösungen der Wasserwirtschaft und der technischen Infrastruktur zu informieren und um Ansprechpartner zu finden. Auf der begleitenden Ausstellung war DAHLEM mit einem Infostand vertreten. Mitarbeitende informierten über unser Leistungsspektrum.

Seit knapp 10 Jahren hat sich die Balkan Joint Conference and Exhibition als überregionales Forum für den Wassersektor im Westbalkan etabliert. Veranstalter der jährlich stattfindenden Tagung, die wechselweise in Tirana oder Pristina stattfindet, sind die nationalen Wasser- und Abwasserverbände SHUKALB (Albanien) und SHUKOS (Kosovo). Rund 230 Teilnehmende aus sieben Nationen nahmen an der Tagung WATER AND CLIMATE CHANGE im November 2020 teil. Bedingt durch die aktuelle Situation wurde die Tagung in Tirana Online abgehalten. Für Dipl.-Ing. Thomas Neugebauer, Mitarbeiter von DAHLEM im Bereich internationale Projekte in Essen, war es eine neue, spannende Erfahrung: “Ich habe noch nie einen Vortrag online und dann noch in einer so großen Gemeinschaft gehalten. Umso überraschender war es für mich festzustellen, wie unkompliziert und doch erreichbar für alle die Vorträge waren.“ Wesentliche Aspekte des Vortrags waren die Maßnahmen zur Kläranlage Peja im Hinblick auf ihre Eigenstromversorgung, die zukünftig über mehrere BHKWs mit Klärgas aus anfallendem Klärschlamm erfolgen wird.

Seit Mai 2021 steht DAHLEM als Spezialist KUER.NRW zur Seite. KUER.NRW ist ein Förderprogramm, das von pro Ruhrgebiet e.V. und Business Angels Netzwerk Deutschland (BAND) im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW durchgeführt wird. Hier werden Unternehmen unterstützt, die eine innovative Produkt-, Verfahrens- oder Dienstleistungsidee mit Marktpotential in den KUER Branchen Klima, Umwelt, Energie und Ressourcenschonung haben und am Standort NRW ein Unternehmen gründen wollen. Speziell akkreditierte KUER Mentoren, Spezialisten, Branchenexperten und Angel Investoren begleiten sie über alle Phasen ihrer Gründung – von der Ideenfindung über die Erstellung des Businessplans bis zur Unternehmensgründung, Markteinführung und Finanzierung, individuell am Bedarf orientiert.

www.kuer.nrw

Zunehmende Extremwetterereignisse erhöhen das Überflutungsrisiko, auch auf Firmengeländen und in Gebäuden. Steigende Kosten und Gebühren belasten Unternehmen zusätzlich. Es lohnt sich daher, in intelligentes Wassermanagement zu investieren: Wie kann man Regenwasser auffangen und als Prozesswasser nutzen? Wie lässt sich Wasser versickern, statt es in die Kanalisation zu leiten? Eine Vielzahl von häufig einfach umzusetzenden Maßnahmen beugt Schäden vor und spart Kosten. Diese und weitere Fragen wurden in einer von der Business Metropole Ruhr GmbH und der Emschergenossenschaft/Lippeverband organisierten Online-Kooperationsveranstaltung diskutiert. Die Business Metropole Ruhr vermarktet den Wirtschaftsstandort Ruhrgebiet und unterstützt unter anderem Unternehmen mit zukunftsorientierten, umweltschonenden Technologien. Professor Dr. Peter Höppe, ehem. Leiter GEO Risks Research/Corporate Climate Centre Munich, eröffnete mit seinem Vortrag „Zuviel und zu wenig Wasser – der Klimawandel verschärft die Extreme“ die Diskussionsrunde, die von Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft und Kommunen begleitet wurde und bei der über 100 Live-Teilnehmende Fragen an die Vortragenden stellen konnten. Holger Ackermann, verantwortlicher Mitarbeiter bei DAHLEM für den Bereich Wasserwirtschaft, war Teilnehmer der vierköpfigen Diskussionsrunde. Seiner Ansicht nach sind Klimaanpassungsmaßnahmen nicht Ausdruck von Ideologie, sondern von Weitsicht und Vernunft.

Link zur Veranstaltung (Beginn der Diskussionsrunde ab Minute 30´)
https://youtu.be/jT7i-uGCsOw

Am 1. Januar 2021 erhielt DAHLEM die Auszeichnung zum ÖKOPROFIT®-Betrieb 2021. Umweltministerin Ursula Heinen-Esser, der Essener Oberbürgermeister Kufen und rund 50 Teilnehmende trafen sich auf Zoom, als zum ersten Mal in ganz Deutschland die ÖKOPROFIT® Auszeichnungen virtuell vergeben wurden. Als Teilnehmer des Projekts setzt DAHLEM seit 2018 zahlreiche firmeninterne Maßnahmen zur Schonung der Umwelt und gleichzeitiger Senkung der Kosten um: Verringerung des Strom- und Wasserverbrauchs, die Einführung der E-Mobilität mit Autos und Fahrrädern und vieles mehr. Das Projekt ÖKOPROFIT® Essen-Ruhrgebiet (Ökologisches Projekt für Integrierte Umwelttechnik) wurde 2002 von der Stadt Essen ins Leben gerufen und verhilft Betrieben und Einrichtungen zu einem praktikablen Umweltmanagementsystem. "Für uns erzielten die durchgeführten Maßnahmen eine große Erfolgsbilanz. Es ist gut zu merken, dass man mit geringem Aufwand viele Maßnahmen für die Umwelt umsetzen und gleichzeitig die Akzeptanz für den Umweltschutz erhöhen kann," sagt Dipl.-Ing. Markus Küppers begeistert.

Unser ÖKOPROFIT-Team, v.l.: Dr.-Ing. Jan-Gregor Dahlem, Sarah Lukai, M.Sc. und Dipl.-Ing. Markus Küppers