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Es war ein historischer Moment, als am Freitag, 20. August 2021, unter Anwesenheit des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet das Pumpwerk Oberhausen in Betrieb genommen wurde. Denn erst mit dem Anlaufen der gewaltigen Pumpen mit einer Förderleistung bis zu 16.000 l/s nimmt auch der ca. 60 km lange unterirdische Abwasserkanal Emscher (AKE) zwischen Dortmund und Dinslaken seine Funktion zum Abwassertransport wahr. Zuvor diente die Emscher über 170 Jahre als „Kloake des Ruhrgebiets“ und galt lange als der schmutzigste Fluss Deutschlands. Das Jahrhundertprojekt zur Renaturierung der Emscher nahm viele Jahre in Anspruch und konnte zeitgerecht fertiggestellt werden. Allein für die Realisierung des Pumpwerks Oberhausen liegen mehr als zehn Jahre Planung und Bau hinter den Beteiligten, neben der Emschergenossenschaft beispielsweise verschiedene Planungsbüros, Gutachter, Sachverständige, Baufirmen und Genehmigungsbehörden. Die Emschergenossenschaft beauftragte DAHLEM mit der Planung des Pumpwerks Oberhausen des knapp 50 Meter tiefen Pumpwerks, das auch im überirdischen Teil architektonische Maßstäbe setzt. Neben der Planung war DAHLEM innerhalb einer Arbeitsgemeinschaft auch für die Bauüberwachung der komplexen Verfahrens-, Steuerungs-, Energie- und Maschinentechnik zuständig.

An der Chausseestraße in Berlin-Mitte hat der Bau eines rund 17.000 m3 großen, unterirdischen Regenüberlaufbeckens begonnen, das DAHLEM im Auftrag der Berliner Wasserbetriebe plant. Das Becken soll bei Starkregen das Regenwasser zwischenspeichern, um die Kanalisation und Spree nachhaltig zu entlasten. Es gehört zum großen Stauraumprogramm Berlins und „verschwindet“ komplett unter dem Platz am Ufer der Süd-Panke. Neben dem architektonisch an das benachbarte Abwasserpumpwerk angepasste Betriebsgebäude, ragt einzig ein markanter stählerner Kamin 30 Meter hoch aus dem Boden. Wird das Becken innerhalb von 30 Minuten durch Starkregen vollständig geflutet, entweicht die Abluft durch diesen Kamin hoch über den Dächern von Berlin. Aktuell wird auf dem Bauplatz in unmittelbarer Nachbarschaft zur Zentrale des Bundesnachrichtendienstes eine kreisförmige Schlitzwand-Doppelbaugrube mit einer Tiefe von rund 30 Metern errichtet. Die Fertigstellung des Regenüberlaufbeckens einschließlich Betriebsgebäudes ist für 2026 vorgesehen.

Neue Technik zur umweltgerechten Reinigung der Abwässer soll jetzt installiert werden: Bis Ende 2022 investiert der Wasserverband Eifel-Rur rund 4,00 Millionen Euro in den Umbau von vier Nachklärbecken auf der Kläranlage Aachen-Soers, um die Wurm nachhaltig von Schmutzwasser zu entlasten. Die Ozonungsanlage ist bereits gebaut und als größte Europas in die bestehende Abwasserreinigung integriert. Die Kläranlage reinigt seit 1913 das Abwasser der Stadt Aachen und ist auf 458.300 Einwohnerwerte dimensioniert. Schrittweise werden bis 2022 vier Nachklärbecken maschinen- und elektrotechnisch mit neuen Mittelbauwerken aus Edelstahl und höhenverstellbaren Einlaufbauwerken nachgerüstet. Die Rücklaufschlammleitungen DN 700 werden gegen neue aus Edelstahl ersetzt. Durch die Optimierung der Nachklärung ist von einer Leistungsteigerung von rd. 20% auszugehen. Eine Arbeitsgemeinschaft mit DAHLEM als federführendem Unternehmen ist mit der Objekt- und Fachplanung beauftragt. Das Land NRW fördert sowohl die großtechnische Realisierung der als auch die begleitende Forschung zum gesamten Projekt der Kläranlage.

Sie ist zwei Tage lang Anlaufpunkt für Wissenserwerb und Networking: die INFRASPREE in Berlin. Sie ist die regionale Plattform für Fachkräfte der Wasserwirtschaft und der technischen Infrastruktur. Eine Veranstaltung für Wasserfachleute, die den gesamten Wasserkreislauf abdeckt. Mit den Ausstellern, Vorträgen und Exkursionen bietet sich jedem Teilnehmer eine kompakte und umfangreiche Informationsplattform, um sich über aktuelle Herausforderungen und Lösungen der Wasserwirtschaft und der technischen Infrastruktur zu informieren und um Ansprechpartner zu finden. Auf der begleitenden Ausstellung war DAHLEM mit einem Infostand vertreten. Mitarbeitende informierten über unser Leistungsspektrum.

Seit knapp 10 Jahren hat sich die Balkan Joint Conference and Exhibition als überregionales Forum für den Wassersektor im Westbalkan etabliert. Veranstalter der jährlich stattfindenden Tagung, die wechselweise in Tirana oder Pristina stattfindet, sind die nationalen Wasser- und Abwasserverbände SHUKALB (Albanien) und SHUKOS (Kosovo). Rund 230 Teilnehmende aus sieben Nationen nahmen an der Tagung WATER AND CLIMATE CHANGE im November 2020 teil. Bedingt durch die aktuelle Situation wurde die Tagung in Tirana Online abgehalten. Für Dipl.-Ing. Thomas Neugebauer, Mitarbeiter von DAHLEM im Bereich internationale Projekte in Essen, war es eine neue, spannende Erfahrung: “Ich habe noch nie einen Vortrag online und dann noch in einer so großen Gemeinschaft gehalten. Umso überraschender war es für mich festzustellen, wie unkompliziert und doch erreichbar für alle die Vorträge waren.“ Wesentliche Aspekte des Vortrags waren die Maßnahmen zur Kläranlage Peja im Hinblick auf ihre Eigenstromversorgung, die zukünftig über mehrere BHKWs mit Klärgas aus anfallendem Klärschlamm erfolgen wird.

Seit Mai 2021 steht DAHLEM als Spezialist KUER.NRW zur Seite. KUER.NRW ist ein Förderprogramm, das von pro Ruhrgebiet e.V. und Business Angels Netzwerk Deutschland (BAND) im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW durchgeführt wird. Hier werden Unternehmen unterstützt, die eine innovative Produkt-, Verfahrens- oder Dienstleistungsidee mit Marktpotential in den KUER Branchen Klima, Umwelt, Energie und Ressourcenschonung haben und am Standort NRW ein Unternehmen gründen wollen. Speziell akkreditierte KUER Mentoren, Spezialisten, Branchenexperten und Angel Investoren begleiten sie über alle Phasen ihrer Gründung – von der Ideenfindung über die Erstellung des Businessplans bis zur Unternehmensgründung, Markteinführung und Finanzierung, individuell am Bedarf orientiert.

www.kuer.nrw

Zunehmende Extremwetterereignisse erhöhen das Überflutungsrisiko, auch auf Firmengeländen und in Gebäuden. Steigende Kosten und Gebühren belasten Unternehmen zusätzlich. Es lohnt sich daher, in intelligentes Wassermanagement zu investieren: Wie kann man Regenwasser auffangen und als Prozesswasser nutzen? Wie lässt sich Wasser versickern, statt es in die Kanalisation zu leiten? Eine Vielzahl von häufig einfach umzusetzenden Maßnahmen beugt Schäden vor und spart Kosten. Diese und weitere Fragen wurden in einer von der Business Metropole Ruhr GmbH und der Emschergenossenschaft/Lippeverband organisierten Online-Kooperationsveranstaltung diskutiert. Die Business Metropole Ruhr vermarktet den Wirtschaftsstandort Ruhrgebiet und unterstützt unter anderem Unternehmen mit zukunftsorientierten, umweltschonenden Technologien. Professor Dr. Peter Höppe, ehem. Leiter GEO Risks Research/Corporate Climate Centre Munich, eröffnete mit seinem Vortrag „Zuviel und zu wenig Wasser – der Klimawandel verschärft die Extreme“ die Diskussionsrunde, die von Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft und Kommunen begleitet wurde und bei der über 100 Live-Teilnehmende Fragen an die Vortragenden stellen konnten. Holger Ackermann, verantwortlicher Mitarbeiter bei DAHLEM für den Bereich Wasserwirtschaft, war Teilnehmer der vierköpfigen Diskussionsrunde. Seiner Ansicht nach sind Klimaanpassungsmaßnahmen nicht Ausdruck von Ideologie, sondern von Weitsicht und Vernunft.

Link zur Veranstaltung (Beginn der Diskussionsrunde ab Minute 30´)
https://youtu.be/jT7i-uGCsOw

Am 1. Januar 2021 erhielt DAHLEM die Auszeichnung zum ÖKOPROFIT®-Betrieb 2021. Umweltministerin Ursula Heinen-Esser, der Essener Oberbürgermeister Kufen und rund 50 Teilnehmende trafen sich auf Zoom, als zum ersten Mal in ganz Deutschland die ÖKOPROFIT® Auszeichnungen virtuell vergeben wurden. Als Teilnehmer des Projekts setzt DAHLEM seit 2018 zahlreiche firmeninterne Maßnahmen zur Schonung der Umwelt und gleichzeitiger Senkung der Kosten um: Verringerung des Strom- und Wasserverbrauchs, die Einführung der E-Mobilität mit Autos und Fahrrädern und vieles mehr. Das Projekt ÖKOPROFIT® Essen-Ruhrgebiet (Ökologisches Projekt für Integrierte Umwelttechnik) wurde 2002 von der Stadt Essen ins Leben gerufen und verhilft Betrieben und Einrichtungen zu einem praktikablen Umweltmanagementsystem. "Für uns erzielten die durchgeführten Maßnahmen eine große Erfolgsbilanz. Es ist gut zu merken, dass man mit geringem Aufwand viele Maßnahmen für die Umwelt umsetzen und gleichzeitig die Akzeptanz für den Umweltschutz erhöhen kann," sagt Dipl.-Ing. Markus Küppers begeistert.

Unser ÖKOPROFIT-Team, v.l.: Dr.-Ing. Jan-Gregor Dahlem, Sarah Lukai, M.Sc. und Dipl.-Ing. Markus Küppers