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Das Video der Stadtwerke Karlsruhe zeigt das künftige Wasserwerk Mörscher Wald

Das Video des Architekten Martin Willms zeigt den Baufortschritt des Wasserwerks

Er ist fertiggestellt, der Neubau des Wasserwerks Mörscher Wald, für das im November 2018 der erste Spatenstich erfolgte. Zurzeit läuft noch die Inbetriebnahme und die offizielle Einweihung findet im Juli 2022 statt. Das neue Wasserwerk ist mit modernster Technik ausgestattet und ersetzt nun das 70 Jahre alte Werk in umittelbarer Nachbarschaft auf einem direkt angrenzenden Grundstück. Nach Inbetriebnahme des neuen Werks wird das bestehende vollständig zurückgebaut. Aus Artenschutzgründen erfolgt der Abriss erst im September 2022 und die Wiederaufforstung der Fläche. Das neue Wasserwerk stellt künftig die lebensnotwendige Trinkwasserversorgung der Stadt Karlsruhe und der Umlandgemeinden sicher. Ermittlungen des Trinkwasserbedarfs bis 2040 ergaben, dass aufgrund des Klimawandels und des prognostizierten Bevölkerungswachstums künftig eine Kapazität von 60.000 m³/d bzw. 3000 m³/h als Maximalleistung für eine Rohwasserförderung und -aufbereitung vorgehalten werden muss. Die architektonische Gestaltung des Gebäudes sieht eine harmonische Einbindung in die waldgeprägte Umgebung vor. Als Partner einer Arbeitsgemeinschaft ist DAHLEM mit der Planung der Ingenieurbauwerke, den Gebäudeinnenräumen und den Freianlagen beauftragt. Für die Gebäudeplanung wurde ein BIM-orientiertes 3D-Modell aufgebaut.

Starkregenereignisse haben in den letzten Jahren in ganz Deutschland erhebliche Schäden verursacht. Kommunale Entscheidungsträger sehen sich immer mehr in der Pflicht, die Überflutungsrisiken zu bewerten und kurzfristig Vorsorgekonzepte abzuleiten. Die bisher für großräumige Grobanalysen genutzten Fließweganalysen weisen methodische Grenzen auf. Unser Mitarbeiter, Dipl.-Ing. Tim Schneider aus Darmstadt, entwickelte freiberuflich mit „SplashTool“ eine Software, die viele dieser Grenzen nicht mehr aufweist. SplashTool wurde erstmalig für eine volumengetreue Fließweganalyse und Grobanalyse über 200 km² Fläche für die Stadt Kaiserslautern eingesetzt und kommt mittlerweile in zahlreichen Projekten zum Starkregenrisikomanagement als Werkzeug zum Einsatz.

Abbildung l.: Generierte Karte aus SplashTool
Weitere Informationen zu SplashTool:
https://www.splashtool.de/

Starkregengefahrenkarten der Stadt Kaiserslautern:
https://ste-kl.de/index.php?id=175

Artikel in der Fachzeitschrift wwt Wasserwirtschaft Wassertechnik dfv.de,
Ausgabe März 2022, S.36 - 39
 

Im Rahmen des Generationenprojekts Emscher-Umbau gestaltete die Emschergenossenschaft auch den Katernberger Bach um, der seit den 60er Jahren größtenteils verrohrt durch den Essener Stadtteil Katernberg fließt. Auf einer Strecke von 1.100 Metern erhielt der Bach neben der alten Gewässertrasse neuen Raum und wird auf 1,2 Kilometern offen geführt. Die Offenlegung des Bachs und die Trennung von Rein- und Schmutzwasser sowie die Renaturierung verbauter Abflussprofile ermöglicht eine ökologische Verbesserung des Gewässers. Neben den gewässerbaulichen Planungen sind Sohlgleiten, Furten und eine Brücke sowie mehrere Durchlassbauwerke realisiert worden. Flankierende Maßnahmen entlang des ökologisch revitalisierten Gewässerlaufs werten den Grünzug auf und schaffen eine hohe Naherholungsqualität für den Stadtteil Katernberg. Die Emschergenossenschaft beauftragte DAHLEM mit der Objektplanung, Tragwerksplanung, Technischen Ausrüstung und Bauleitung für den Gewässerumbau.

Die Abbildung zeigt eine Visualisierung einer flankierenden Maßnahme:
Spielufer (Landschaftsarchitekturbüro Hoff, Essen).

Sie ist zwei Tage lang Anlaufpunkt für Wissenserwerb und Networking: die INFRASPREE in Berlin. Sie ist die regionale Plattform für Fachkräfte der Wasserwirtschaft und der technischen Infrastruktur. Eine Veranstaltung für Wasserfachleute, die den gesamten Wasserkreislauf abdeckt. Mit den Ausstellern, Vorträgen und Exkursionen bietet sich jedem Teilnehmer eine kompakte und umfangreiche Informationsplattform, um sich über aktuelle Herausforderungen und Lösungen der Wasserwirtschaft und der technischen Infrastruktur zu informieren und um Ansprechpartner zu finden. Auf der begleitenden Ausstellung war DAHLEM mit einem Infostand vertreten. Mitarbeitende informierten über unser Leistungsspektrum.

Seit knapp 10 Jahren hat sich die Balkan Joint Conference and Exhibition als überregionales Forum für den Wassersektor im Westbalkan etabliert. Veranstalter der jährlich stattfindenden Tagung, die wechselweise in Tirana oder Pristina stattfindet, sind die nationalen Wasser- und Abwasserverbände SHUKALB (Albanien) und SHUKOS (Kosovo). Rund 230 Teilnehmende aus sieben Nationen nahmen an der Tagung WATER AND CLIMATE CHANGE im November 2020 teil. Bedingt durch die aktuelle Situation wurde die Tagung in Tirana Online abgehalten. Für Dipl.-Ing. Thomas Neugebauer, Mitarbeiter von DAHLEM im Bereich internationale Projekte in Essen, war es eine neue, spannende Erfahrung: “Ich habe noch nie einen Vortrag online und dann noch in einer so großen Gemeinschaft gehalten. Umso überraschender war es für mich festzustellen, wie unkompliziert und doch erreichbar für alle die Vorträge waren.“ Wesentliche Aspekte des Vortrags waren die Maßnahmen zur Kläranlage Peja im Hinblick auf ihre Eigenstromversorgung, die zukünftig über mehrere BHKWs mit Klärgas aus anfallendem Klärschlamm erfolgen wird.

Klimawandel und globale Erderwärmung werden laut IPCC-Report weiter zunehmen. Starkregen mit großen Überflutungen und Hochwasser zeigen dies seit Jahren sehr deutlich. Zum Schutz vor extremen Starkregen werden im Zuge von Gefährdungsanalysen Starkregengefahrenkarten erstellt. Hierzu entwickelte das Land Baden-Württemberg (LUBW) ein Standardreferenzverfahren, dass die Qualitätsanforderungen von Ingenieurbüros im Hinblick auf Gefährdungsanalysen und Starkregengefahrenkarten beurteilt, die im Leitfaden für kommunales Starkregenrisikomanagement beschrieben sind. Für eine erfolgreiche Teilnahme am Standardreferenzverfahren erstellt die LUBW ein Qualitätszertifikat, das zur Abgabe von Angeboten an Kommunen als Voraussetzung gilt. DAHLEM ist seit über 15 Jahren im Starkregenrisikomanagement tätig und erhielt erneut für die Teilnahme am Standardreferenzverfahren „Ermittlung von Starkregengefahrenkarten“ eine Zertifizierung. Die bereits mit der Software GeoCPM erworbene Standardreferenz wurde jetzt mit der innovativen Software Visdom erneut erfolgreich absolviert, sodass bei DAHLEM zwei Simulationsmodelle für Starkregenbetrachtungen nach dem Leitfaden zur Verfügung stehen – bedarfsgerecht und optimiert auf die Anforderungen unserer Auftraggeber.

Seit Mai 2021 steht DAHLEM als Spezialist KUER.NRW zur Seite. KUER.NRW ist ein Förderprogramm, das von pro Ruhrgebiet e.V. und Business Angels Netzwerk Deutschland (BAND) im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW durchgeführt wird. Hier werden Unternehmen unterstützt, die eine innovative Produkt-, Verfahrens- oder Dienstleistungsidee mit Marktpotential in den KUER Branchen Klima, Umwelt, Energie und Ressourcenschonung haben und am Standort NRW ein Unternehmen gründen wollen. Speziell akkreditierte KUER Mentoren, Spezialisten, Branchenexperten und Angel Investoren begleiten sie über alle Phasen ihrer Gründung – von der Ideenfindung über die Erstellung des Businessplans bis zur Unternehmensgründung, Markteinführung und Finanzierung, individuell am Bedarf orientiert.

www.kuer.nrw

Zunehmende Extremwetterereignisse erhöhen das Überflutungsrisiko, auch auf Firmengeländen und in Gebäuden. Steigende Kosten und Gebühren belasten Unternehmen zusätzlich. Es lohnt sich daher, in intelligentes Wassermanagement zu investieren: Wie kann man Regenwasser auffangen und als Prozesswasser nutzen? Wie lässt sich Wasser versickern, statt es in die Kanalisation zu leiten? Eine Vielzahl von häufig einfach umzusetzenden Maßnahmen beugt Schäden vor und spart Kosten. Diese und weitere Fragen wurden in einer von der Business Metropole Ruhr GmbH und der Emschergenossenschaft/Lippeverband organisierten Online-Kooperationsveranstaltung diskutiert. Die Business Metropole Ruhr vermarktet den Wirtschaftsstandort Ruhrgebiet und unterstützt unter anderem Unternehmen mit zukunftsorientierten, umweltschonenden Technologien. Professor Dr. Peter Höppe, ehem. Leiter GEO Risks Research/Corporate Climate Centre Munich, eröffnete mit seinem Vortrag „Zuviel und zu wenig Wasser – der Klimawandel verschärft die Extreme“ die Diskussionsrunde, die von Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft und Kommunen begleitet wurde und bei der über 100 Live-Teilnehmende Fragen an die Vortragenden stellen konnten. Holger Ackermann, verantwortlicher Mitarbeiter bei DAHLEM für den Bereich Wasserwirtschaft, war Teilnehmer der vierköpfigen Diskussionsrunde. Seiner Ansicht nach sind Klimaanpassungsmaßnahmen nicht Ausdruck von Ideologie, sondern von Weitsicht und Vernunft.

Link zur Veranstaltung (Beginn der Diskussionsrunde ab Minute 30´)
https://youtu.be/jT7i-uGCsOw